Veranstaltungen 2011/2012

Die Sektion Hessen bietet für ihre Mitgleider und auch für Gäste, die an Kartographie interessiert sind, aktuelle Vorträge und Exkursionen.

 

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 17.00 Uhr

Landestriangulationen des 19. Jahrhunderts in Gebieten des heutigen Bundeslandes Hessen

Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts erste systematische Landestriangulationen begannen, war das heutige Hessen politisch stark zersplittert. Es entstanden in dieser Zeit unterschiedliche Triangu-lationen, deren historische Bedeutung bei der Herstellung von topographischen Karten und für das Kataster im Vortrag dargestellt werden: Triangulationen des Großherzogtums Hessen-Darmstadt, des Kur-fürstentums Hessen-Kassel, des Herzogtums Nassau und des Königreichs Preußen.
Aus dieser Zeit sind noch viele historische Vermessungsmarken erhalten, von denen eine kleine Auswahl vorgestellt wird. Zusätzlich soll auf drei spezielle Themen besonders eingegangen werden:
- die Basismessung von 1808 zwischen Darmstadt und Griesheim
- die Gerling-Sternwarte in Marburg und der Beobachtungspfeiler auf dem Frauenberg
- die Basismessung 1908 bei Gernsheim
Im Anschluss an den Vortrag wird die Sammlung historischer Vermessungsmarken im Vorgarten des Landesamtes besucht und erläutert.
Der Vortragende ist beim Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation verantwortlich für die Grundlagennetze von Lage, Höhe und Schwere. Daneben koordiniert er seit vielen Jahren die ehrenamtlichen Arbeiten zur Erfassung und zum Nachweis historischer Grenzsteine.

Veranstaltungsort:
Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation,
Wiesbaden, Schaperstraße 16

Vortragender:
Dipl.-Ing.(TH) BERNHARD HECKMANN
(Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, Wiesbaden)

 

 

Mittwoch, 16. November 2011, 17.00 Uhr

Geodaten bei der Bahn
Die GIS der DB Netz AG


Die DB Netz AG betreibt ein Eisenbahnnetz von ca. 34000 km und ist damit das europaweit größte Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen. Von den Planunterlagen bis zur Europakarte, von Intra- und Internet- Viewern bis zu Notfallleitstellen gibt es ein breites Spektrum an Anwendungen, bei denen Geodaten gefragt sind. Im Vortrag sollen ein GIS sowie kartographische Produkte vorgestellt und teilweise live gezeigt werden.

Veranstaltungsort:
DB Netz AG, Frankfurt am Main, Im Galluspark 23

Vortragende:
Dipl.-Ing. (FH) HANNA JORDAN
(Operatives Infrastrukturdatenmanagement, DB Netz AG)
fahrweg.dbnetze.com

 

 

Mittwoch, 18. Januar 2012, 17.00 Uhr

ERNEUERBAR KOMM!
Potenzialanalysen für erneuerbare Energien

Im Rahmen des Forschungsprojektes ERNEUERBAR KOMM! wurde eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, das Erneuerbare-Energien-Potenzial von Kommunen und Landkreisen aus vorhandenen Geobasisdaten präzise zu berechnen. Die Berechnung erfolgt vollautomatisch für jede einzelne Gemeinde und jede Energieform. Ein eigens entwickelter Online-Rechner erlaubt es, sich über das Potenzial einer Gemeinde zu informieren und spielerisch zu erfahren, mit welchem Energie-Mix welcher Anteil des kommunalen Strombedarfs gedeckt werden kann.

Veranstaltungsort:
Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main,
Kurt-Schumacher-Straße 10, Raum A112
Karte

Vortragende:
Prof. Dr. MARTINA KLÄRLE
(Professur für Landmanagement, Fachhochschule Frankfurt)
www.erneuerbarkomm.de

 

 

Mittwoch, 15. Februar 2011, 17.00 Uhr

Mitgliederversammlung

Die Mitglieder haben eine gesonderte Einladung erhalten.

Veranstaltungsort:
Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main,
Kurt-Schumacher-Straße 10, Raum B306
Karte

 



Mittwoch, 21. März 2012, 17.00 Uhr

Historisch-topographischer Atlas schlesischer Städte

Im Herder-Institut wurde eine interaktive, multimediale Verknüpfung von Karte, Bild und Text zur Stadt-geschichte schlesischer Städte entwickelt. Das Projekt wird am Beispiel der siedlungstopographischen Entwicklung von Görlitz/Zgorzelec vorgestellt. Neben der Onlineversion entstand auch ein repräsentativer zweisprachiger Band.

Veranstaltungsort:
Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Frankfurt am Main,
Richard-Strauss-Allee 11
Karte

Vortragende:
Dipl.-Ing. WOLFGANG KREFT
Dipl.-Ing. MARC FRIEDE
(Herder-Institut, Marburg)
www.herder-institut.de/staedteatlas

 

 

Mittwoch, 18. April 2012, 17.00 Uhr

Wiesbaden – Aquae Mattiacae –
Die Stadt des Wassers

Archäologische Forschungen, in deren Mittelpunkt die Entwicklung von Städten und Siedlungen mit Verkehrswegen und ihrer Infrastruktur steht, erfordern in besonderem Maße die Nutzung von historischem Kartenmaterial oder anderen „Dokumentationen von Geo-Sachverhalten“. In jüngerer Zeit wird dies ergänzt durch die Möglichkeiten weiterer bildgebender Verfahren aller Art, um der Landschaft historisch verwertbare Zusatzinformationen zu entlocken.

Der Vortragende kam in langjährigen Studien über die Bestimmung der Heidenmauer in Wiesbaden zum Ergebnis, dass dieses älteste Bauwerk der Stadt kein Bollwerk sondern ein zentrales Element der Wasserversorgung der Badestadt und der Region Mogontiacum (Mainz) zu römischer Zeit war. Er gelangte in seinem Beitrag zu den Nassauischen Annalen 2011 zu teilweise unerwarteten Erkenntnissen, die er mit Hilfe von historischen Analogien von Wasserbauten mit höchsten Ansprüchen damaliger Vermessungstechnik in Bild- und Kartenmaterial unterschiedlichster Art erläutern wird.

Martin Lauth führte 50 Jahre lang ein Architekturbüro in Wiesbaden. Sein spätes privates Engagement gilt „Forschungsprojekten des Wasserbaus in der Antike“, deren Thema der heutige Vortrag zuzuordnen ist.

Veranstaltungsort:
Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation,
Wiesbaden, Schaperstraße 16

Vortragender:
Dipl. Designer Architekt AKH MARTIN LAUTH, Wiesbaden
www.lauth-architekt.de

 

 

Mittwoch, 02. Mai 2012, 10.00 bis 11.30 Uhr

Besuch der GSI
Gesellschaft für Schwerionenforschung,
Darmstadt-Wixhausen, Planckstraße 1


Die uns umgebende Materie in ihrem Aufbau und Verhalten zu verstehen ist das Ziel der wissenschaftlichen Forschung am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung. GSI betreibt eine große, weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen. Forscher aus aller Welt nutzen die Anlage für Experimente, durch die sie faszinierende Entdeckungen in der Grundlagenforschung machen. Darüber hinaus entwickeln sie immer wieder neue und eindrucksvolle Anwendungen. Die bekanntesten Resultate sind die Entdeckung von sechs neuen chemischen Elementen und die Entwicklung einer neuartigen Tumortherapie mit Ionenstrahlen.

In den nächsten Jahren wird bei GSI das internationale Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) entstehen, eines der größten Forschungsprojekte Europas. Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt ist eine Forschungseinrichtung, die 1969 als Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) gegründet wurde, um Forschung an und mit Schwerionenbeschleunigern zu betreiben. Es ist die einzige Großforschungseinrichtung Hessens. Der genaue Termin für den Besuch der GSIForschungsanlage steht derzeit noch nicht fest und wird zu gegebener Zeit separat mitgeteilt. Aufgrund einer begrenzten Besucheranzahl ist eine vorherige Anmeldung vorgesehen.

Veranstaltungsort:
Gesellschaft für Schwerionenforschung,
Darmstadt-Wixhausen, Planckstraße 1
www.gsi.de

 


Exkursion
Die nächste Exkursion führt uns vom 04. bis zum 07.10.2012 an den Bodensee!
Fachprogramm: Dr. habil. Klaus-Martin Moldenhauer
Exkursionsleitung: Dr. Werner-F. Bär

 

Lizenznummer des Stadtvermessungsamtes Frankfurt
für die Kartendarstellung: 6233-6409-I

Stadtvermessungsamt Frankfurt

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